Von Arbeitsunfällen und schlecht gekennzeichneten Gefahrenquellen…

Jedes Jahr gibt es zahlreiche Statistiken zum Thema Arbeitsunfälle. Insbesondere das Arbeiten an Produktionsmaschinen oder Verarbeitungsmaschinen jeglicher Art steht als potentielle Gefahrenquelle sehr hoch da.
Meistens geschehen solche Unfälle durch Unachtsamkeit, falsche Maschinenbedienung oder sogar durch schlechte oder fehlende Maschinenkennzeichnung. Nicht selten kann man in großen Produktionsstätten auch schlechte und provisorische Kennzeichnungslösungen sehen.

Die DGVU (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) veröffentliche jüngst eine Statistik die belegt, dass über 50.000 Arbeitsunfälle im Jahr 2012 allein an Arbeitsmaschinen entstanden sind. 31 davon sogar tödlich.

Weiter geht aus der Statistik hervor:

„Die Verletzungsmuster sind ähnlich, wie sie auch schon bei den Handwerkzeugen aufgetreten
sind. Zu 76 % liegt der Schwerpunkt auf Handverletzungen, denen in der Regel der Verlust über
die Kontrolle über die Maschine vorausgegangen ist. Der Unfallhergang wird in erster Linie eingeleitet
durch den Kontakt mit scharfen, spitzen, rauen oder harten Gegenständen (43 %). Zu
28 % wird das Unfallopfer während des Unfallprozesses gequetscht. Bei den neuen Unfallrenten
steigt der Anteil, dass das Unfallopfer gequetscht/eingeklemmt wurde und daraus eine bleibende
Schädigung entstand, sogar auf mehr als das Doppelte (67 %). Bei den tödlichen Unfällen
ist fast die Hälfte der Maschinenunfälle auf dieses Unfallmuster zurückzuführen. Aufgeführt
sind hierzu als Einzelnennungen zum Beispiel: Walzen, Zylinder-) Richtmaschinen und Biegemaschinen,
Trommelmaschine, Aufdruck-, Färb-,Wasch-, Walkmaschine, Dipanlage (Textil), …
sowie weitere Maschinen der Materialverarbeitung und –verformung.“

 

Oftmals wurde bei solchen Maschinen nicht klar ersichtlich verdeutlich, wo die besonderen Gefahrenquellen liegen.

 

Das richtige Schild für den richtigen Einsatz

Für all jene, die vielleicht gerade frisch in den Betrieben anfangen, möglicherweise eine Lehre beginnen oder speziell in Ihrem Betrieb neuerdings für die Arbeitssicherheit in der Firma zuständig sind, ist es wichtig, sich hier genauer einzulesen.

In der „ASR A1-3“ (Technische Regeln für Arbeitsstätten, aktuell gültige Version von Februar 2013) sind alle Schildtypen, Farben und Symbole klar definiert und auf den jeweiligen Einsatzzweck bezogen.

 

Insbesondere eine fehlende oder falsche Kennzeichnung der Maschinen (durch Warnschilder, Typschilder und ggf. CE-Kennzeichnung) kann hier zu fatalen Folgen für den Betrieb führen. Deswegen sollte man sich – gerade bei maschineller Neuanschaffung – sofort erkundigen, ob entsprechende Kennzeichnungslösungen vorhanden sind oder nachbestellt werden müssen.

 

Maschinenumrüstung, oder Maschinenersetzung – was ist zu beachten?

Prüfen Sie die technischen Anforderungen? Muss der Mitarbeiter eine gewisse Körpergröße erfüllen? Sind besondere Teile der PSR (Persönlichen Schutzausrüstung) zu tragen? Wird mit chemischen, entflammbaren, brennbaren oder giftigen Materialien an dieser Maschine gearbeitet? Entsteht große Hitze? Wird gegebenenfalls sogar ein Laser zum Einsatz gebracht?

All diese Fragen sind optimalerweise schon im Vorfeld zu klären. Insbesondere ist auch darauf zu achten, selbst grundsätzlich selbstverständliche Gefahren dennoch klar und deutlich aufzuzeigen. Beachten Sie auch die Reichweitenangaben der Lesbarkeit aus dem ASR. Selbst hierfür sind genaue Angaben gesetzt, in welchen Schriftgrößen die Warnhinweise aufgezeigt werden müssen.

 

Woher bezieht man solche Aufkleber und Hinweisschilder?

Für diesen Bereich machen sich gewisse Firmen im Internet stark. Wer gezielt nach Kennzeichnungslösungen sucht, wird schnell die passenden Aufkleber und Schilder für seine Maschinen finden.

Je nach Anforderungen lassen sich sogar ganz individuelle Industriekennzeichen fertigen.

 

Quelle: http://www.dguv.de/medien/inhalt/zahlen/documents/au_statistik_2012.pdf